Mücken stehen auf Käsefüße

Fußschweiß finden die Plagegeister enorm attraktiv

Nach den teils unwetterartigen Regenfällen vom vergangenen Freitag rechnet Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtierstiftung in Hamburg, vielerorts mit einer wahren Mückeninvasion.  In einem Zeitungsinterview äußerte sie die Befürchtung, dass sich nach dem Starkregen Millionen von Mückenlarven in Pfützen und Teichen tummelten. Spätestens in 14 Tagen seien die Plagegeister voll entwickelt, zur Fortpflanzung bereit und damit auch zum Stechen.

Mücken stehen auf Schweißgeruch

Biologen der Uni Regensburg sind der Frage nachgegangen, warum manche Menschen gestochen werden und andere nicht und sind dabei zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen:

  • Stechmücken werden von einem Gemisch aus Milch-, Fett- und Aminosäuren angelockt. Diese Mischung ist bei jedem Menschen anders, so dass es einfach nur Glück ist, wenn man von den Blutsaugern verschont bleibt.
  • Auch eine Ernährungsumstellung kann daran wenig ändern: Weder Knoblauch noch Vitamin B können die Plagegeister stoppen.
  • Mücken lieben Schweißgeruch und Käsefüße.

Das bestätigt auch Eva Goris. Wenn der Schweiß durch Bakterien zersetzt wird, entstünden Düfte nach Buttersäure und Ammoniak, auf die die Mücken besonders abfahren. Im Fußschweiß kämen noch weitere Duftstoffe hinzu, die ähnlich wie Käse riechen. „Das finden Mücken ganz besonders attraktiv und deshalb stechen sie gerne im Knöchelbereich zu“. Mit ihren feinen, relativ langen Mundwerkzeugen könnten sie sogar durch die Strümpfe stechen.

So lassen sich Mücken am besten fernhalten

Auch wenn Stechmücken in unseren Breiten bei der Übertragung von Krankheiten noch eine untergeordnete Rolle spielen, sollten Sie sich vor den unangenehmen Stechattacken schützen:

  • Tragen Sie vor dem Aufenthalt im Freien ein Mückenschutzmittel auf.
  • Duschen Sie möglichst am Abend, denn die meisten Mückenarten werden erst in der Dämmerung aktiv.
  • Schützen Sie sich mit Silbersocken vor Schweißfüßen. Dank der antibakteriellen Wirkung von reinem Silber wird Fußgeruch garantiert gestoppt und Mücken gar nicht erst durch Käsefüße angelockt.
  • Selbst kleine stehende Wasseransammlungen bieten Mücken ideale Brutbedingungen. Decken Sie deshalb Regentonnen ab und lassen Sie kein überschüssiges Wasser zum Beispiel in Blumentopfuntersetzern stehen.
  • Haus und Wohnung lassen sich durch Mückennetze und -gitter an den Fenstern weitgehend mückenfrei halten.
  • Für lange laue Sommerabende auf der Terrasse haben sich gasbetriebene Mückenschutz-Lampen bewährt.

Übrigens: Dass Stechmücken vom Licht angelockt werden, stimmt nicht. Was da abends um die Lampen schwirrt, sind vor allem Falter und andere Insekten.

Foto: fotolia-thithawat

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