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Neurodermitis im Winter

Bei vielen Patienten treten die Schübe vor allem im Herbst und Winter auf. Foto: Conny Sjostrom/123RF

Jetzt ist der Winter doch noch da und laut Deutschem Wetterdienst werden sich die frostigen Temperaturen eine ganze Weile halten. Schöne Aussichten für alle Wintersportler, doch Neurodermitiker können sich für den Kälteeinbruch weit weniger begeistern. Für sie machen sich die für ihre Krankheit typischen Symptome jetzt besonders bemerkbar.

Winterkälte verstärkt die Symptome der Neurodermitis

Der ständige Wechsel von kalten Außentemperaturen und warmer, trockener Heizungsluft macht schon der gesunden Haut zu schaffen, doch mit atopischer Dermatitis – wie die chronisch entzündliche Hautkrankheit auch genannt wird – kommt es jetzt besonders häufig zu akuten Schüben, die mit starkem Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und Schuppenbildung bis hin zu Rissen der Haut einhergehen. Folgende Tipps können helfen, den Winter mit Neurodermitis besser zu überstehen:

  • Auch wenn es noch so juckt: nicht kratzen! Versuchen Sie es mit reiben oder leichtem beklopfen. Halten Sie auch die Fingernägel kurz, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Tragen Sie nachts dünne Baumwollhandschuhe, damit Sie im Schlaf juckende Stellen nicht aufkratzen.
  • Warm duschen ist besser als heiß baden. Lange Vollbäder können die neurodermitische Haut zusätzlich reizen und die natürliche, ohnehin angeschlagene Hautschutzbarriere strapazieren.
  • Verwenden Sie statt „normaler“ Seife tensidfreie Waschlotionen mit einem pH-Wert zwischen 5 und 6,5, die der Haut möglichst wenig Fett und Feuchtigkeit entziehen.
  • Zum Trocknen sollten Sie nicht reiben, sondern die Haut vorsichtig mit einem möglichst weichen Handtuch abtupfen.
  • Regelmäßiges eincremen mit rückfettenden und feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukten ist bei Neurodermitis im Winter das A und O.
  • Behalten Sie die Luftfeuchtigkeit im Auge: Bei Temperaturen von 20 bis 22 Grad sollte sie bei etwa 40 bis 60 Prozent liegen.
  • Textilien mit Silberfasern können die Zahl der entzündungsauslösenden Bakterien auf neurodermitischer Haut reduzieren und durchbrechen den Teufelskreis aus Juckreiz, kratzen, Infektion und erneutem Juckreiz.

3 thoughts on “Stress für die Haut bei Neurodermitis

  1. Werde mal probieren öfters warm zu duschen, anstatt zu baden. Ist eigentlich klar, dass das besser wäre.
    Leider hat mir mein Hautarzt diesen Tipp noch nicht gegeben.
    Vor allem genau im Winter, badet man noch lieber und heißer. Vielleicht hilft mir weniger baden ein bisschen.

  2. bei starken Rissen in den Händen finde ich es sehr angenehm, die Hände sehr warm zu waschen (Entgegen vieler Empfehlungen), damit die Haut feucht und aufnahmebereit für die Creme wird. dann werden die Hände großzügig mit Cremes eingecremt, die entweder Silber oder auch Dexpanthenol enthalten (Zum Beispiel Wund- und Heilsalbe). danach Baumwollhandschuhe anziehen und Nitril-Handschuhe darüber ziehen. Die Haut bleibt dadurch feucht und geschmeidig und die Risse schmerzen nicht mehr. am Arbeitsplatz benutze ich die hier angebotenen Silber-Handschuhe, die den Juckreiz deutlich lindern und durch die fehlenden Fingerkuppen perfekt fürs Büro sind.

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